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Sportschützen Winistorf
Jahresbericht 2010
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Liebe Schützenkameradinnen, liebe Schützenkameraden Ein bewegendes Jahr ist vorüber. Die Monate vergingen für die meisten wieder wie im Fluge. Im gleichen Tempo geht's auch im 2011 wieder weiter. Machen wir doch kurz eine Pause und blicken zurück. Nach einem schweren Jahr 2009 ging es mit der Schweizer Wirtschaft wieder nach oben. Überraschenderweise erholte sich der Markt schneller als angenommen und der Aufschwung wurde nur durch den schwachen Euro gebremst. Die Bevölkerung konsumiert und investiert, das Vertrauen in die Schweiz ist wieder da. Auch aus sportlicher Sicht passierte viel. Mit den olympischen Winterspielen und den Fussballweltmeisterschaften wurden gleich zwei grosse Veranstaltungen durchgeführt. Auch das Eidgenössische Schwingfest darf nicht vergessen gehen. Die Anlässe verliefen alle erfolgreich. Das Vertrauen in den Sport ist vorhanden. Wie sieht es auf Stufe Verein aus? Können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken? Haben wir unsere Anlässe gut gemeistert? Konnten wir das Vereinsleben pflegen? Gab es sportliche Erfolge? Ist bei uns das Vertrauen vorhanden? Diese Fragen stelle ich mir immer wieder. Als Präsident sind dies meine Ziele. Ich will einem erfolgreichen Verein vorstehen. Diese Ziele dürfen aber nicht nur meine sein. Jedes Mitglied ist Teil des Vereins und somit sind alle für einen erfolgreichen Verein mit einem intakten Vereinsleben verantwortlich. Ich kann aber leider immer wieder feststellen, dass das Engagement einzelner zu wünschen übrig lässt. Darum bitte ich alle, ihren Teil beizutragen! Jeder soll sich also die oben geschriebenen Fragen selber stellen und Verbesserungen daraus ziehen. Ich habe das Vertrauen in alle Mitglieder des Vereins! Nun einen Blick zurück auf die 10m Saison 09/10. Die Ausgangslage war nicht einfach. Nach dem Aufstieg in der Mannschaftsmeisterschaft in die 1. Liga in der vergangen Saison war nun das Ziel Ligaerhalt. Ein schwieriges Unterfangen, denn es konnte infolge unterschiedlichen Abwesenheitsgründen nicht mehr auf eine gleichstarke Truppe gezählt werden. Es fehlten die hohen Resultate und auch das nötige Wettkampfglück. Mit nur einem Punkt (1 Unentschieden) bedeutete dies der 8. Rang und somit Abstieg in die 2. Liga. Erfreulicherweise konnten wir mit Sieber Jacqueline ein neues Mitglied gewinnen. Dank ihr war eine Teilnahme mit einer Gruppe an den Solothurner Titelwettkämpfen möglich. Mit viel Pech verpassten die Junioren leider eine Medaille, es reichte immerhin zu Platz 4. Auch im Einzelwettkampf musste sich Jacqueline mit dem 4. Rang zufrieden geben. Aber sonst fehlte der Elan im Luftgewehrkeller. Der Aufwand einzelner Schützen beschränkte sich auf ein Minimum, gemeinsame Trainings waren eine Seltenheit. Schade! Zur 50m Saison. Ich blickte zuversichtlich in die neue Saison. Gestärkt mit neuen Mitgliedern hoffte ich auf eine erfolgreiche Mannschafsmeisterschaft und weitere gute Vereinsresultate. Meine Hoffnungen waren jedoch von kurzer Dauer. Die Resultate waren nicht schlecht. Doch die ganz hohen Ergebnisse, welche heutzutage nötig sind, fehlten. Wo liegt das Problem? Manche konnten ihr Potenzial nicht richtig ausnützen, andere trainierten zu wenig und allgemein wurde den äusseren Bedingungen viel zu wenig Bedeutung geschenkt. Die Resultate sind für mich sehr enttäuschend: 1. Mannschaft steigt in die 3. Liga ab, bei der Gruppenmeisterschaft keine nennenswerte Rangierung, Verbands- und Vereinswettschiessen schlechter als im Vorjahr und beim Serieschiessen eine magere Platzierung. Erfreulicher waren die Freundschaftsschiessen. Durch den Mitgliederzuwachs stieg auch die Anzahl der Teilnehmer. In Aeschi wie auch beim Cup mit Gerlafingen in Winistorf nahmen mehr Schützen teil, auch das gemeinsame Beisammen sein nach dem Schiessen war erfreulich. Als gelungen empfand ich auch das erstmals ausgetragene Käsekuchenschiessen in Lotzwil. Nebst dem kameradschaftlichen Aspekt ist ein erster Wettkampf anfangs Saison eine gute Angelegenheit. Die weiteren Anlässe waren meiner Meinung nach positiv. Am Nachtschiessen mussten wir leider einen Gewinnrückgang hinnehmen. Doch die Teilnehmerzahl ist immer noch sehr erfreulich. Auch beim internen Wettkampf gab es trotz Rückgang noch eine stolze Beteiligung. Aber hier müssen wir sehr aufpassen, ohne Werbung und Mithilfe aller verlieren wir wichtige Besucher! Die Tombola verlief sehr gut, obwohl lange keine Verantwortlichen gefunden wurden. Dass dann Winistörfer Annemarie mit Hubacher Marianne zusagten, war ein Glücksfall. Da es in nächster Zeit noch andere wichtige Ämter neu zu besetzen gibt, muss die Zukunft des Nachtschiessen mit verschiedenen Varianten genauer angeschaut werden. Mit dem Volksschiessen im Herbst bin ich zufrieden. Die gute Beteiligung wie auch der Gewinn aus dem Jahre 2009 konnte gehalten werden. Das Endschiessen war dann äusserst positiv. Seit langem wurde wieder die Teilnehmerzahl von 30 Schützinnen und Schützen übertroffen und es wurde auch mehr geschossen. Auch beim Absenden und Abschlussessen zeigten sich nochmals viele Mitglieder und Freunde im Wäldli. Der Lottomatch hatte nach dem Rekordjahr 2009 einen schweren Stand. Mit einem leicht besseren Resultat als im Jahre 2008 sehen wir also wo der Durchschnitt liegt und können zufrieden sein. Einen Lichtblick im Tunnel sehe ich im Bereich Nachwuchs. Zwar fehlen uns immer noch Juniorinnen und Junioren. Aber Ryser Fritz als J&S-Leiter konnte erstmals einen J&S-Kurs anbieten. Mit dieser jungen Gruppe trifft er nun auf motivierten Nachwuchs, was mich zuversichtlich stimmt. Auch im vergangenen Jahr kann ich stolz auf unsere Schützenstube zurückblicken. Immer mehr Mitglieder und Gäste besuchten unser Wirteehepaar. Der unermüdliche Einsatz mit unzähligen Stunden zahlt sich langsam aus. Vielen Dank! Als Höhepunkt galt letztes Jahr unsere Vereinsreise im Juli in den Jura. Einzig die magere Teilnehmerzahl enttäuschte mich. Sonst erinnere ich mich an zwei entspannte Tage mit viel Humor. Das Freundschaftsschiessen mit Porrentruy erlebte ich als interessanten, spannenden und lustigen Anlass. In Erinnerung bleibt mir auch der Sonntagmorgen, als ein Teilnehmer die Abfahrtszeit mit der Frühstückszeit verwechselte? Doch wir hatten auch einen Tiefpunkt zu verkraften. Am Samstag, 5. Juni ist völlig unerwartet unser Ehrenpräsident Walter Winistörfer an einem Herzversagen verstorben. Walter hat unseren Verein geprägt wie kein anderer. Während 22 Jahre amtete er als Präsident, er baute das Nachtschiessen auf und engagierte sich überdurchschnittlich auf kantonaler wie auch nationaler Ebene. Mit Walter konnte viel gelacht werden. Wir mussten von einem herzensguten und hilfsbereiten Kameraden Abschied nehmen. Bis zuletzt war ihm der Verein wichtig und er half noch viel am Nachtschiessen oder als Luftgewehr Administrator.
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
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