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Am 5. Mai 1945 wurde die Gründungsversammlung der "Kleinkaliberschützen 3 Höfe
Winistorf" einberufen, welche dann auch von 15 Kameraden
besucht war. Der erste Vorstand wurde wie folgt bestellt:
| Präsident | Fritz Sutter |
| Vizepräsident | Arthur Junker |
| Aktuar | Arthur Späti |
| Kassier | Albert Steiner |
| Kassier und Materialverwalter | Paul Sutter |
| Beisitzer | Walter Steiner |
Die erste Generalversammlung fand am 16. Juni 1945 statt, und damals wurden die ersten
Statuten genehmigt, die bis ins Jahre 1981 ihre Gültigkeit hatten. Ebenfalls stimmte die Versammlung dem
Bau der ersten Schiessanlage zu. Die Bürgergemeinde Winistorf stellte das benötigte Areal zur
Verfügung, und auch heute dürfen wir uns glücklich schätzen, dass unsere Kleinkaliberanlage
auf Land der Bürgergemeinde steht. Wir danken der sportlich gesinnten Leitung der Bürgergemeinde
recht herzlich. Das Kapital von Fr. 500.– für das Erstellen der ersten Schiessanlage
wurde von einem guten Kameraden bereitwillig zur Verfügung gestellt. Der Name wurde damals
nicht genannt, doch heute kann er verraten werden: es war Albert Junker aus Winistorf. An
vielen Abenden und freien Tagen wurde an der Anlage fleissig gearbeitet, und bald konnte
das gelungene Werk zur Abnahme gemeldet werden.
Am 21. Juli 1945 wurde der Stand kontrolliert und zur Benützung freigegeben. Bereits am
folgenden Morgen wurde eifrig geschossen. Das Obligatorische Programm absolvierten 32 Schützen.
Obschon die Rangliste schöne Resultate zeigte, reichte es mit einem Durchschnitt von 266.5 Punkten
im Kantonalverband doch nur an den "Schwanz". Dies sollte unsere Kameraden nicht ärgern, und
mit neuem Eifer wurde versucht, diesen Platz im kommenden Jahr einer anderen Sektion abzutreten.
Wenn zu Beginn des ersten Schiessjahres 27 Mann (und es waren nur Männer) dastanden, so waren
es auf Jahresende schon deren 35 (immer noch nur Männer).
Diese schöne Zahl bewies, was für ein Schützengeist auf den Höfen herrschte. Der damalige
Präsident klagte im Jahresberich wie folgt: "Was den Schiessbetrieb anbetrifft, so wollen wir
versuchen, dass derselbe im kommenden Jahr noch reibungsloser abgewickelt werden kann.
Gelegentlich hat es mit der Zeigerei gehapert, weil nämlich unsere jungen Zeiger nicht immer
das nötige Sitzleder zeigten und oft die Gedanken nicht bei der Arbeit hatten."
Unsere Kameraden von 1945 waren frohen Mutes und hofften auf eine reichere Zuteilung der
Munition. Sie wollten an den kantonalen Anlässen teilnehmen und überall wo möglich
für einen guten Namen der Höfer Schützen besorgt sein.
Sie hofften um ein langes kameradschaftliches
Beisammensein, und in diesem Geiste sollte die Sektion all die kommenden Jahre gut durchstehen.
Am 25. Juli 1953 wurde das Eidgenössische Kleinkaliberschützenfest in Lachen von elf
Schützen besucht. Die Sektion konkurrierte in der 3. Stärkeklasse Unterstufe und musste alle
elf Mannen rechnen. Als einziger Kranzgewinner im Sektionswettkampf figurierte der Jungschütze
Kurt Fontana mit 56 Punkten. Der Sektionsdurchschnitt betrug 49.0909 Punkte und reichte zum
228. Rang von 242 Sektionen. Wenn auch der Erfolg im Schiessstand nicht gross war,
die schöne Reise hat bei allenn Teilnehmern eine dankbare Erinnerung hinterlassen.
Von grossen Resultaten fehlte bis im Jahre 1956 immer noch jede Spur. Freilich ist dazu zu
bemerken, dass diese Ausfälle nicht zuletzt den Übungen zuzuschreiben waren, denn diese
wurden sehr schlecht besucht.
Im Jahre 1956 beschloss die Generalversammlung die Erstellung einer neuen Schiessanlage.
Der Vereinsvorstand nahm dieses Projekt in Angriff und nach knapp ¾-jährigem
Studium waren die Vorarbeiten abgeschlossen. Der schwierigste Fall
war die Finanzierung. Der Voranschlag lautete auf Fr. 14000.–. Daran gewährte der
Sport-Toto-Fonds Fr. 6000.– als Darlehen auf 10 Jahre zu 1% Zins sowie Fr. 1000.–
als einmaligen Beitrag. Am 22. und 24. August 1956 wurde die neue Anlage
ausgesteckt und am 1. September 1956 mit den Aushubarbeiten begonnen.
Nach einer Bauzeit von einem Jahr konnte am 28. September 1957 als erste
Schiessen das Volksschiessen durchgeführt werden. Alle Beteiligten atmeten auf und hofften nur,
dass die Schulden so rasch wie möglich abnähmen. Die gesamte Bausumme betrug Fr. 8404.05.
Ebenfalls 1957 wurde das Eidgenössische in Luzern besucht. Mit dem Sektionsdurchschnitt
von 45.314 Punkten reichte es in der 2. Grössenklasse Unterstufe zum 173. Rang von
174 Sektionen, also nicht ganz am Schluss.
1958 beschloss man, beim Kantonal-Verband ein Gesuch um Durchführung eines
Schützenfestes im Jahre 1960 einzureichen. Das Gesuch wurde auch prompt bewilligt. Unter der Leitung
von OK-Präsident Arthur Junker wurde eifrig auf das Schiessen hingearbeitet. Eine Schiessanlage
mit 20 Scheiben, System Lienhard-Spieht, sowie eine Festhütte konnten am
11., 12., 17., 18., 19. Juni 1960 den 979 teilnehmenden Schützen mit Stolz zur
Verfügung gestellt werden. Die Plansumme von Fr. 20000.– wurde um Fr. 780.–
übertroffen. Leider war der Reingewinn sehr gering, nämlich nur Fr. 1196.15.
1962 wurde das Eidgenössische Kleinkaliberschützenfest in Bern besucht. In der
2. Grössenklasse konkurrierten 163 Sektionen. Mit einem Durchschnitt von 54.344 Punkten belegte
die Sektion Winistorf den 77. Rang und erhielt als Auszeichnung den Silberlorbeer und
eine mittlere Wappenscheibe. Dies war der bis zu diesem Zeitpunkt grösste an einem Fest
erzielte Erfolg.
1964 erlebte unsere Schiesstätigkeit mit dem Endschiessen einen weiteren Höhepunkt.
Dank einem schönen Gabentempel durften wir auswärtige Schützen einladen. Der Erfolg war
überraschend. Nach Abzug sämtlicher Unkosten verblieb dem Verein ein Reingewinn von
Fr. 2141.20, also mehr als beim Standeinweihschiessen vier Jahre zuvor.
1967 fand in Neuhausen am Rheinfall das 15. Eidgenössische Kleinkaliberschützenfest
statt, das unsere Sektion ebenfalls besuchte. Der Duchschnitt von 53.176 Punkten reichte in der
2. Grössenklsse zum 102. Rang von 129 Sektionen. Gleichwohl durften wir noch einen Lorbeer
und die kleine Wappenscheibe in Empfang nehmen.
Der seit der Gründung als Präsident amtierende Fritz Sutter, Hellsau, starb im Alter von
57 Jahren. Sein Nachfolger wurde Andreas Eyer, Winistorf.
1968.
Ohne Zweifel bildete das 13. Solothurnisch-kantonal Kleinkaliberschützenfest in
Subingen den Höhepunkt des Jahres. Mit einer Beteiligung von 2856 Schützen, 97 Mannschaften
und 307 Gruppen war es das grösste Kantonalschützenfest, das der solothurnischen Verband
je durchführte. Alle 41 Sektionen des Solothurner Verbandes nahmen am Sektionswettkampf
teil. Auf der Rangliste figurierte unsere Sektion in der Unterstufe mit einem Sektionsdurchschnitt
von 52.742 Punkten im drittletzten, im 15. Rang, gerade noch gut genug für den letzten
Lorbeerkranz.
Winistörfer Walter, Winistorf, übernahm das Vereinspräsidium.
Am 22. August 1970 gedachten wir mit einer kleinen Feier unseres 25-jährigen Bestehens.
Dabei durften wir für 25-jährige Vereinsmitarbeit Paul Sutter, Winistorf, zum wohlverdienten
Ehrenmitglied machen. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Dezember
entschlossen wir uns zum Umbau der Schiessanlage auf automatische Laufscheiben. Diese sollten dem
Vereinsleben neue Impulse geben.
1971.
Unser Sorgenkind war der Umbau der Schiessanlage. Die Vorarbeiten waren mühsam, und leider war
festzustellen, dass die kameradschaftliche Zusammengehörigkeit bis jetzt nicht ernst genommen
wurde. Auch der Appell für die Verbürgung unserer Schuld von Fr. 5000.– verhallte
wirkungslos. Dank der Unterstützung durch Martha und Heinz Scheidegger, Hans Winistörfer,
Ruth und Walter Winistörfer konnte schliesslich die Bürgschaft unter Dach gebracht werden.
1972.
Das Jahr der Inbetriebnahme unserer modernisierten Schiessanlage mit vier elektrischen
Laufscheiben war für unsere Sektion eindeutig ein gutes Jahr. Das Kleinkaliberschiessen —
darüber bestand nun kein Zweifel mehr — erfreute sich in unserer Region einer steigenden
Beliebtheit. Unsere Anlässe wurden gut, ja sogar sehr gut besucht. Wir verfügten
über eine grosse Zahl von Freunden, die uns und unserem Schiesssport sehr positiv gesinnt waren.
Und das Wichtigste: die Mitglieder unserer Sektion wurden aufgerüttelt und hatten sich
spontan und mit neuem Elan für den Auf- und Ausbau unserer Sektionstätigkeit
entschlossen. Das Vereinsleben erhielt neuen Auftrieb. Das freiwillige
Kleinkaliberschiesswesen war nach mehr als 25-jähriger Geschichte auf den "3 Höfen" akzeptiert
worden. Wir durften somit mit Freude und Genugtuung von einem guten Vereinsjahr reden.
1973.
Unsere Anlage hatte sich bewährt, und es war richtig, dass wir noch vor Ende Schiesssaison
zwei weitere Laufscheiben installierten. Die Beliebtheit unserer Schiessanlässe hatte uns dazu
veranlasst, und es zeigte sich je länger desto mehr, dass wir über kurz oder lang nur mit
einer fertig ausgebauten Anlage auskommen würden. Das probeweise durchgeführte Nachtschiessen
ging zufriedenstellend über die Bühne.
Schon beim ersten Versuch resultierte ein Überschuss von Fr. 116.85. Das bewog den
Vorstand, auch für das Folgejahr für diesen Anlass beim Kantonal-Verband um eine
Durchführungsbewilligung nachzusuchen.
1974.
Das Nachtschiessen ging erstmals offiziell über die Bühne.
1975.
Für die Jungschützen wurden die zwei ersten Standard-Stutzer angeschafft.
1976.
Der Solothurner Kantonal-Kleinkaliber-Verband wechselt seinen Namen und hiess neu
Solothurner Sportschützen-Verband.
1979.
Namensänderung unserer Sektion, von "Kleinkaliberschützen" zu neu
"Sportschützen 3 Höfe Winistorf". Im gleichen Jahr wurde unser Präsident Walter Winistörfer
in den Kantonal-Vorstand gewählt.
1980.
Ein langersehnter Wunsch ging am 22. Juni in Erfüllung. Die erste Standarte der
Sportschützen "3 Höfe" wurde in einer einfachen Feier eingeweiht.
Mehr folgt in Kürze. Sorry.
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